Juni 10, 2018

Protect Nature e.V.: Stoppt die Tötung in Granada

Protect Nature e.V.: „Stoppt die Tötung in Granada – Hoffnung für heimatlose Tiere in Granada“

Die Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche hat unser ehrgeiziges Projekt „Stoppt die Tötung in Granada-
Hoffnung für heimatlose Tiere in Granada“ finanziell ermöglicht, in Spanien (Granada) den Verein Animales Abandonados Granada vor Ort in seiner Arbeit für die Streunerhunde tatkräftig unterstützen zu können.

Wir konnten dem Verein Animales Abandonados Granada konkret darin helfen, eine bessere Struktur im Refugio aufzubauen und die etwa 20 Streunerhunde tierärztlich zu versorgen. Die Anzahl der Streunerhunde variiert immer, da glücklicherweise immer wieder Hunde in eine Pflegestelle oder Adoption (meist in Spanien) vermittelt werden können.

Der Verein Animales Abandonados Granada finanziert sich ausschließlich durch Spenden und arbeitet auf ehrenamtlicher Basis. Etwa zehn aktive Helfer kümmern sich derzeit um das Refugio. Das Refugio liegt inmitten von Olivenhainen unweit der Stadt Granada.

Die finanziellen Mittel für die Tierarztkosten konnten schnell und effektiv eingesetzt werden: 19 Hunde wurden kastrierten, gechippt, geimpft und entwurmt und erhielten anschließend einen Paß.
Zudem konnten wir eine Notamputation von der Hündin India bezahlen. India wurde angefahren und verletzt und heimatlos auf der Straße gefunden.
Auch die tierärztliche Versorgung der Hündin Pila, die durch einen Unfall eine stark verletzte Pfote hatte, war finanziell sicher gestellt.

Diese Hunde sagen Danke: Romina, Tokyo, Rubio, Pluto, Lucky, Beethoven, Yaki, Salsa, Ayra, Pichurra, Pirate, Tigre, Blanka, Lina, Tina, Copo, India, Drako, Munay

Pichurra und Tokyo (links) auf dem Weg zur Kastration.
Pluto (rechts) hat – wie viele weitere Hunde des Refugios – einen Chip, einen Pass, eine Kastration, Parasitenmittel und Impfungen erhalten.

India mußte nach einem Unfall das vordere rechte Bein notamputiert werden.
Zwischenzeitlich hat sie eine liebevolle Adoptionsfamilie in Spanien gefunden, bei der es ihr sehr gut geht.

Wir haben im Rahmen des Projektes die Schweizerin Sandra Couceiro-Greif, die selbst in Spanien lebt, als Pflegemutter gewonnen.
Sie hat die Hunde Lina, Caspar, Pope und die hochschwangere Minnie bei sich aufgenommen.
Die hochschwangere Minnie wurde auf der Straße gefunden; für eine Abtreibung war es zu spät.

Lina und Caspar wurden ebenfalls auf der Straße gefunden und Pope konnte einen Tag vor seinem Tötungstermin aus dem Tierheim in Granada gerettet werden. Sandra ist Tiertrainerin und lebt von der Vermietung einer Finka und dem Verkauf von Olivenöl.
Sie wird auch in Zukunft als Pflegestelle für Streunerhunde fungieren. Sie lebt mit 26 Hunden auf einer Finka in L´Amettla de Mar. Für die Hunde wurde ein Wohncontainer und ein Zaun gekauft.


Wohncontainer (links, Innenansicht) und Zaun (rechts).


Minnie wurde verlassen und hochschwanger auf der Straße von Granada gefunden.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Refugio durfte sie zu der Schweizerin Sandra gehen.


Minnie nach der Geburt bei Sandra.


Hündin Minnie, die ihre Babys in Sicherheit bei Sandra gebären konnte und sich sichtlich wohl fühlt.


Pope kurz nach der Abholung aus der Tötung.


Endlich hat die Reise ein Ende. Pope konnte aus der Tötung gerettet werden und wurde von Sandra adoptiert.


Auch Lina und Caspar konnten bei Sandra aufgenommen werden.

Frau Bachnik, die ursprünglich als Deutsche das Projekt in Spanien vor Ort betreuen sollte, hat sich aus gesundheitlichen und privaten Gründen aus dem Projekt zurückgezogen. Dafür hat Frau Carolina BejarRivera, die spanisch und deutsch spricht, die Projektleitung vor Ort übernommen. Gemeinsam mit Lea Stanke vom Verein Protect Nature in Deutschland hat Frau Bejar-Rivera die Zahlungen in Spanien vor Ort geprüft und die Bestellungen organisiert.

Carolina Bejar-Rivera ist 56 Jahre alt und engagiert sich in Granada und Motril seit einigen Jahren im Tierschutz. Da sie dem Verein Protect Nature empfohlen wurde, hat sie schnell und unkompliziert die ehrenamtliche Koordination des Projektes vor Ort übernommen.

Die Firma Dog House Malaga hat für das Refugio hochwertige Hundehütten gebaut, die jedem Wetter standhalten. Die neuen Hundehütten fanden sofort Anklang bei den Hunden und wurden dankend von „Animales Abandonados Granada“ angenommen. Wir konnten 9 Hütten der Größe M und 4 Hütten der Größe L kaufen.


Die Hundehütten, die den Hunden Schutz vor Hitze und Kälte bilden, wurden auf Paletten gestellt und mit Stroh befüllt. Animales Abandonados Granada hat sich sehr über diese Hütten gefreut.


Die Hunde nehmen den sicheren Unterschlupf gerne an.

Um weitere Hunde aufnehmen zu können und Aggressionen unter den Hunden im Refugio zu verhindern, wurde zusätzlich ein Zaun mit Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer gebaut.

Der Zaunbau ist nicht einfach auf dem unebenen Gelände, und in der Vergangenheit entstanden bei Starkregen große Löcher unter dem Zaun, durch die Hunde ausreißen konnten.
Schwere Steine jedoch bieten einen zusätzlichen Schutz bei starkem Regen, damit der sandige, schlammige  Boden nicht weggespült wird.

Hier ist zu sehen, wie der neue Zaun entsteht.

Das etwa 2 Hektar große Refugio konnte mit Hilfe der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche einen weiteren Zaun bekommen, um Tiere trennen zu können.

Die Arbeiten am Zaun werden interessiert beäugt von Minnie, Rubio, Tokyo, Yaki und den anderen Fellnasen.

Hier wird der Boden des Zaunes zementiert.

Beim Zaunbau helfen viele Freiwillige mit.

Auch eine Tür muss eingebaut werden für den Zaun.

Ein neuer Zaun entsteht und wird fertig!

Das Refugio von Animales Abandonados Granada liegt in einer bergigen Region bei Granada.
Damit Futter, Medikamente und Decken geschützt vor Feuchtigkeit gelagert werden können, konnten wir mit Hilfe der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche eine Hütte aus Metall spenden. Das ist ein großer Fortschritt für das ambitionierte Refugio. Zudem haben wir für die bessere Reinigung der Hütten z.B. bei Welpen, die noch nicht stubenrein sind, noch zwei Hütten aus Plastik bestellt.

Zwei Hütten aus Metall und Plastik wurden geliefert. – In der Mettalhütte gibt es endlich Stauraum.

Die von Ihren Besitzern ausgesetzten Galgos Pimpi und Nela haben im Refugio einen sicheren Unterschlupf gefunden.

Diese Welpen wurden im Müll gefunden und wurden rechtzeitig gerettet. Nach einem kurzen Aufenthalt im Refugio konnten sie schnell in Spanien vermittelt werden.

Alle Hütten werden immer mit Stroh befüllt, da dies die Feuchtigkeit im Gegensatz zu Decken nicht speichert.

Paco genießt die Aussicht im Refugio.

Die Hunde des Refugios werden täglich zweimal für mehrere Stunden von Freiwilligen mit Futter versorgt und bekommen ihre Kuscheleinheiten, wie hier die Hündin Salsa mit Laura, der Präsidentin vom Verein Animales Abandonados Granada.

Nerea mit Beethoven. Nerea kümmert sich um fast Alles beim Verein Animales Abandonados Granada.
Jeder Hund hat einen Chip und ein kleines Namensschild am Halsband.

Hier sieht man Nerea vom Verein Animales Abandonados Granada mit der Hündin Romina. Romina ist bereits adoptiert.

Von links nach rechts: Yaki, Pluto, Ayra, Salsa, Hündin der Freiwilligen und Pichurra.

Ayra und Salsa (beste Freundinnen) mit Miriam von Animales Abandonados Granada. Die beiden dürfen bald zur Pflege zu Sandra in Spanien und von dort aus zur Adoption in die Schweiz.

Miriam mit Rubio. Er ist bereits als Welpe im Refugio aufgewachsen.

Copo und Rosetta konnten von Animales Abandonados Granada aus der Tötung gerettet werden.
Lea Stanke vom Verein Protect Nature hat die Kosten für die Hundepension und Tiertrainer selbst übernommen, da die beiden noch viel lernen müssen.

Die Helferin Rakel hier mit Yaki, Pluto und Munay.

Neben Hunden lebt im Refugio auch ein gerettetes Hängebauchschwein. Es hat sein eigenes Gehege, versteht sich mit den Hunden aber auch gut.

Die Hündin Tara konnte mit ihren 7 Welpen gerettet und von einer Pflegestelle aufgenommen werden.

Lea Stanke vom Verein Protect Nature hat die Hündin Tara für ein Zuhause bei ihrer Mutter nach Deutschland bringen lassen.

Das Bild zeigt die Präsidentin Laura und ihre Tochter (links), zwei weitere Freiwillige (Hintergrund) und Nerea (rechts), die Hauptorganisatorin des Vereins Animales Abandonados Granada gemeinsam mit Hund Beethoven.

Lauras Tochter mit Munay, der schnell ein Zuhause gefunden hat. Sie liebt die Hunde im Refugio sehr.

Aktuelles, Nachhaltigkeit
 
Im Verein Animales Abandonados Granada hat es kürzlich personelle Veränderungen gegeben:
Gerade die engagierten Freiwilligen, die Englisch sprechen, sind nicht mehr im Team des Vereins.

Am aussichtsreichsten und verlässlichsten ist es nach Ansicht von Protect Nature, auf Sandra Couceiro-Greif vor Ort als Pflegestelle zu setzen, um die Tiere von Animales Abandonados Granada zur Adoption in die Schweiz und nach Deutschland zu senden.

Das Refugio sollte immer nur ein Platz für eine befristete Zeit sein. Besonders im Sommer und im Winter ist es für die Hunde aufgrund der extremen Wetterlagen nicht einfach, in einem Refugio untergebracht zu sein.

Die Akquise von Spenden vor Ort hat der Verein Animales Abandonados Granada im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (Infostände, Spendenaufrufe) in den letzten Monaten erfolgreich durchgeführt. Jedoch sind die Tierarztkosten extrem hoch und es ist immer ein Minus im Budget.

Absolut zuverlässig hat sich Caroline Bejar-Rivera als Projektleiterin vor Ort in jeder Hinsicht erwiesen. Der Verein Protect Nature hat deshalb für Carolina Bejar-Rivera und Sandra Couceiro-Greif eine Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Geniushof e.V. in Deutschland für Tierschutz schließen können.
Gleichzeitig hat Frau Caroline Bejar-Rivera sehr viel Zeit investiert, ohne je eine Gegenleistung zu erwarten, die Projektabwicklung vor Ort zu übernehmen.
Sandra Couceiro-Greif hat nicht nur vier Hunde aus dem Projekt aufgenommen, sondern für knapp 2000 Euro aus eigenen Mitteln extra einen Wohncontainer und einen Zaun gekauft.
Der Verein Protect Nature bedankt sich bei diesen beiden Menschen, die die Kooperation mit Geniushof e.V. ermöglicht haben.

Der Verein Protect Nature hat keine Möglichkeit für Adoptionen von Streunerhunden oder Pflegestellen für Streunerhunde aus dem Ausland in Deutschland, der Geniushof jedoch schon.

Das Ziel von Protect Nature ist es in jedem Fall, für die Hunde des Refugios von Animales Abandonados Granada langfristig über Sandra Couceiro-Greif als Pflegestelle und Frau Bejar-Rivera als Hilfe für Adoptionen eine Zukunft zu schaffen.
Als nächsten Schritt benötigt Sandra Couceiro-Greif dringend eine weitere Einzäunung, damit sie Ayra und Salsa aus dem Refugio von Animales Abandonados Granada bei sich in Pflege nehmen kann.

Durch die finanzielle Unterstützung der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche konnte vielen Hunden in Granada geholfen werden, um einen effektiven Tierschutz voranzutreiben.
Es sind Freundschaften und neue Kooperationen entstanden.

Yaki gibt Pfötchen.

Animales Abandonados Granada und Protect Nature sagen: DANKE !