{"id":679,"date":"2023-03-28T09:00:25","date_gmt":"2023-03-28T09:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/tierschutzstiftung-boesche.de\/?page_id=679"},"modified":"2023-03-28T09:00:27","modified_gmt":"2023-03-28T09:00:27","slug":"deutsches-tierschutzbuero-e-v-missstaende-in-der-massentierhaltung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tierschutzstiftung-boesche.de\/?page_id=679","title":{"rendered":"Deutsches Tierschutzb\u00fcro e.V.: Mi\u00dfst\u00e4nde in der Massentierhaltung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Projektbericht <em>Deutsches Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/em> \u2013 Unterst\u00fctzung bei Dokumentation \u201eTierqu\u00e4lerei f\u00fcr Bio-Eier\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Die Nachfrage an Bio-Eiern ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Insbesondere nach den vielen Eier-Skandalen und der damit verbundenen Tierqu\u00e4lerei greifen die Verbraucher im Supermarkt gerne und immer \u00f6fter zu den sogenannten \u201eguten\u201c Bio-Eiern und erhoffen sich davon, eine artgerechte Tierhaltung zu unterst\u00fctzen. So wurden im Jahr 2018 \u00fcber eine Milliarde Bio-Eier in Deutschland gekauft, Tendenz steigend. Die Idylle auf den Verpackungen t\u00e4uscht allerdings, denn aus Bio ist inzwischen l\u00e4ngst Massentierhaltung geworden und so steckt hinter jedem Ei Tierqu\u00e4lerei. Das zeigt auch eine unserer Dokumentationen vom <em>Deutschen Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/em> in einem Bio-Betrieb in Bad Iburg (Niedersachsen).<\/p>\n<p>Auf jedem Ei steht gesetzlich vorgeschrieben ein Zahlencode und \u00fcber diesen kann man den Legebetrieb ausfindig machen, dabei hilft die Website \u201ewww.was-steht-auf-dem-ei.de\u201c. So wurde beispielsweise in einer EDEKA-Filiale in Nordrhein-Westfalen ein Code von einem Ei abgelesen und der zugeh\u00f6rige H\u00fchnerbetrieb identifiziert. In einer Nacht- und Nebelaktion entstand so Bildmaterial in dem Bio-Betrieb. Die Bilder zeigten skandal\u00f6se Zust\u00e4nde. So wurden H\u00fchner zusammengepfercht und \u00fcbereinandergestapelt auf Gitterb\u00f6den gehalten. Die Haltung erinnerte mehr an einen K\u00e4fig als an einen Bio-Betrieb. Verletzte H\u00fchner wurden nicht behandelt, viele starben auch aufgrund der nicht artgerechten Haltungsform. Versteckte Kameras hatten zudem \u00fcber mehrere Tage dokumentiert, dass tote H\u00fchner nicht ordnungsgem\u00e4\u00df entsorgt wurden. Teilweise hatten sich sogar schon Maden um die Kadaver gebildet. In einer Szene sah man ein blutverschmiertes Ei. Vermutlich hatte die Henne zuvor gro\u00dfe Schmerzen beim Legen dieses Eies gehabt. Ein anderes Huhn hatte sich in einer Schnur verwickelt und drohte zu ersticken, Tierrechtler*innen vor Ort konnten es aus der misslichen Lage befreien.<\/p>\n<p>Vieles, was man auf diesen Bildern sieht, ist v\u00f6llig normal in der Biohaltung und noch nicht einmal verboten. Die schlechten hygienischen Zust\u00e4nde, die Tatsache, dass tote Tiere nicht aus dem Stall entsorgt und kranke Tiere nicht behandelt wurden, versto\u00dfen allerdings gegen Gesetze und d\u00fcrfen nicht sein, erst recht nicht in einem Biobetrieb. Wir hatten umgehend Strafanzeige gegen den Betreiber gestellt und das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft in Hannover, das Nieders\u00e4chsische Landesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie die Bio-Zertifizierungsstelle und das zust\u00e4ndige Veterin\u00e4ramt informiert. Eine Kontrolle durch das zust\u00e4ndige Veterin\u00e4ramt hatte jedoch keine gro\u00dfen M\u00e4ngel festgestellt. Allerdings f\u00fchrte das Amt die Kontrolle erst mehrere Tage, nachdem unsererseits Anzeige gestellt wurde, durch. Der Betreiber hatte also mehr als genug Zeit, Missst\u00e4nde zu beseitigen. Wesentlich schneller reagierte EDEKA und nahm die Eier aus dem Sortiment. Die Staatsanwaltschaft teilte uns mit, dass sie die Ermittlungen aufgenommen hat.<\/p>\n<p>Sehr viele Medien haben \u00fcber diese Aufdeckung berichtet. So hat SAT.1 akte einen 15-Minuten-Bericht ausgestrahlt. Auch RTL Punk 12, RTL 2 Nachrichten, Focus Online, der NDR und viele andere Medien haben bundesweit \u00fcber unsere Enth\u00fcllung berichtet. Besonders gefreut hat uns dabei, dass die Journalisten auch aufgezeigt haben, dass Bio-Eier eben nicht das \u201eGelbe vom Ei\u201c sind.<\/p>\n<p>Durch die mediale Berichterstattung wurde eine Reichweite von knapp 90 Millionen Menschen erreicht. M\u00f6glichst viele Menschen erreichen und aufkl\u00e4ren sowie zum Umdenken anregen, das ist eines der zentralen Ziele des <em>Deutsches Tierschutzb\u00fcros e.V.<\/em>.<\/p>\n<p>Immer wieder berichten wir und andere Tierrechtsorganisationen \u00fcber skandal\u00f6se Zust\u00e4nde in landwirtschaftlichen Nutztierbetrieben. Immer wieder wird gegen Haltungsvorgaben und Gesetze versto\u00dfen und es werden mehr Kontrollen gefordert. Doch Kontrollen bringen, wie auch diese Recherche wieder einmal beweist, nichts. Der einzige Weg, der den Tieren wirklich nachhaltig hilft, ist die vegane Lebensweise.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/www.tierschutzbuero.de\/wir-decken-auf-tierquaelerei-fuer-bio-eier\/\">https:\/\/www.tierschutzbuero.de\/wir-decken-auf-tierquaelerei-fuer-bio-eier\/<\/a><\/p>\n\n<h6><strong>Wie hat die <em>Tierschutzstiftung Wolfang B\u00f6sche<\/em> das <em>Deutsche Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/em> unterst\u00fctzt? <\/strong><\/h6>\n<p>Die Bio-Eier-Recherche wurde durch die Tierschutzstiftung Wolfang B\u00f6sche gef\u00f6rdert. So wurde eine Spende f\u00fcr den Erwerb von Kamera-Equipment zur Verf\u00fcgung gestellt. Wir bedanken uns sehr herzlich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Die Anschaffung des Kamera-Equipments ist nachhaltig, denn die Kameras k\u00f6nnen und werden anderweitig, bei anderen Aufdeckungen und Dokumentationen wieder zum Einsatz kommen. Somit kommt die Anschaffung auch den Vorgaben der Stiftung nach, die gro\u00dfen Wert auf den nachhaltigen Einsatz legt.<\/p>\n\n<h6><strong>Was ist das <em>Deutsche Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/em>?<\/strong><\/h6>\n<p>Wir sind eine f\u00fchrende Tierrechtsorganisation und geben Tieren unsere Stimme. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der industriellen Massentierhaltung und Pelztierzucht, weil diese die gr\u00f6\u00dfte Ausbeutung und Tierqu\u00e4lerei in der Welt verantworten und wir dort nachhaltig am meisten f\u00fcr die Tiere ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir decken Missst\u00e4nde in der Tierhaltung auf und bringen an die \u00d6ffentlichkeit, was die Agrarindustrie der Gesellschaft versucht vorzuenthalten. Von unserer Gesch\u00e4ftsstelle in Berlin aus arbeiten wir in einem starken Team von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Gemeinsam engagieren wir uns tagt\u00e4glich mit viel Herzblut f\u00fcr die Rechte von Tieren und bleiben dabei stets authentisch. Wir handeln durchdacht und treten in jeder Situation professionell auf.<\/p>\n<p>Als bundesweit agierende Organisation sind wir gemeinsam mit einem gro\u00dfen Netzwerk aus Aktivist*innen, Medienpartner*innen und unseren Unterst\u00fctzer*innen bestrebt, all unsere Energie, Kreativit\u00e4t und unser Wissen f\u00fcr die Tiere einzusetzen. Wir arbeiten mit originellen, schlagfertigen und provokanten Ideen und Kampagnen.<\/p>\n<p>Dabei sind wir im Namen der Tiere auch bereit, \u00fcber Grenzen zu gehen. Wir kennen keine Angst und lassen uns von niemandem mundtot machen. \u00dcber verschiedene Kan\u00e4le kl\u00e4ren wir Menschen auf und binden sie in unsere Arbeit und Aktivit\u00e4ten ein. Denn nur gemeinsam kommen wir unserer Vision von einer Gesellschaft n\u00e4her, in der alle Lebewesen gleichberechtigt sind.<\/p>\n<p><strong>DIE MISSION:<br \/><\/strong>Wir setzen uns f\u00fcr Tiere ein, k\u00e4mpfen unerm\u00fcdlich f\u00fcr ihre Freiheit und etablieren Tierrechte in der Gesellschaft. Wir bek\u00e4mpfen die industrielle Massentierhaltung und Pelztierzucht, weil diese das gr\u00f6\u00dfte Tierleid in der Welt verantworten. Durch unsere Kampagnen und Undercover-Recherchen decken wir pers\u00f6nlich die Missst\u00e4nde in der Tierhaltung auf und informieren die Menschen dar\u00fcber. Solange Tiere f\u00fcr Produkte wie Fleisch, Milch, Eier und Pelz ausgebeutet und gequ\u00e4lt werden, fordern wir eine radikale Ver\u00e4nderung und streben einen Wandel hin zu einer Gesellschaft an, in der Respekt und Achtsamkeit gegen\u00fcber Tieren eine wichtige Basis sind.<\/p>\n<p><strong>DIE VISION:<\/strong><br \/>Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr eine Welt, in der alle Lebewesen und ihre nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume respektiert werden. Tiere leben gleichberechtigt entsprechend ihrer nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnisse in Freiheit. Die pflanzliche Ern\u00e4hrungs-und Lebensweise wird von Menschen gelebt und kultiviert, damit Tiere nicht mehr ausgebeutet und gequ\u00e4lt werden. In dieser Welt hat die Tierausbeutung keine Bedeutung mehr. <em>F\u00fcr das Leben aller Tiere in Freiheit.<\/em><\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Das <em>Deutsche Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/em> hat seinen Sitz in Sankt Augustin und betreibt eine Gesch\u00e4ftsstelle in Berlin (Streustra\u00dfe 68 in 13086 Berlin). Der Verein ist in das Vereinsregister des Amtsgericht Siegburg unter VR 3499 eingetragen. Die Eintragung als gemeinn\u00fctziger Verein erfolgte im Jahr 2013. Vorher war der Verein t\u00e4tig unter dem Namen <em>Arbeitskreis humaner Tierschutz<\/em>, die Gemeinn\u00fctzigkeit bestand. Der Verein tr\u00e4gt das Spenden-Siegel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und stellt seine Ein- und Ausgabe transparent im Internet dar: <a href=\"https:\/\/www.tierschutzbuero.de\/zu-transparenz-verpflichtet\/\">https:\/\/www.tierschutzbuero.de\/zu-transparenz-verpflichtet\/<\/a><\/p>\n<p>Weitere Informationen zum <em>Deutschen Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/em> finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.tierschutzbuero.de\">https:\/\/www.tierschutzbuero.de<\/a><\/p>\n<p>Stand: Jan. 2020, Autor: Jan Peifer (Vorstandsvorsitzender <em>Deutsches Tierschutzb\u00fcro e.V.<\/em>)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Projektbericht Deutsches Tierschutzb\u00fcro e.V. \u2013 Unterst\u00fctzung bei Dokumentation \u201eTierqu\u00e4lerei f\u00fcr Bio-Eier\u201c Die Nachfrage an Bio-Eiern ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. 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